Materialien „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ - Globales Lernen und Philosophie lernen


und Religionsunterricht



Buchhinweis














Bibliographische Angaben:

Habermas – Sein Leben. Sein Denken. Sein Erbe.

Philsophie-Magazin

Sonderausgabe 37 - Sommer 2026



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ZUM BUCH:

Kein Philosoph hat die Bundesrepublik so sehr geprägt wie Habermas.

„ Kaum einer hatte das Land stets so aufmerksam im Blick. Zeitlebens trieb ihn die Sorge an, dass Gesellschaften, besonders die deutsche, erneut dem Nationalismus verfallen könnten. Er war der Denker des „Nie wieder“. 

Er wandte sich gegen die geistige Enge der jungen Bonner Republik und gegen den Versuch, das singuläre Verbrechen der Schoah kleinzureden. Er warb für ein geeintes Europa, eine Welt mit geteilten Werten und Normen – und vor allem für die Kraft der Vernunft. Er glaubte an die Anstrengung des Arguments und daran, dass Gesellschaften sich mittels der Diskussion auf gemeinsame Prinzipien einigen können.  

Man könnte meinen, dass Habermas’ Tod das Ende einer Epoche markiert. Vieles, woran er glaubte, ja was teils schon als sichere Errungenschaft erschien, ist heute im Verfall begriffen: die liberale Demokratie; eine internationale Politik, in der Diplomatie und nicht das Recht des Stärkeren gilt; die USA als verlässlicher Partner. Gehören Habermas und seine Theorie also zu einer Welt, die nicht mehr existiert? 

Dieses Sonderheft, in dem viele zu Wort kommen, die Habermas persönlich kannten, zeigt etwas anderes: Gerade angesichts der Verdüsterungen der Gegenwart erhält sein Beharren darauf, dass Gesellschaften lernfähig sind, neue Relevanz. Gerade in einer Zeit, in der sich die Krisen überschlagen, sollten wir das Erbe eines Denkers lebendig halten, der das Versprechen der Vernunft und der Kommunikation ins Zentrum seiner Philosophie stellte.

Mit Axel Honneth, Eva Gilmer, Rahel Jaeggi, Philipp Felsch, Stefan Müller-Doohm, Hauke Brunkhorst, Jörg Später, Seyla Benhabib, Dan Diner, Rainer Forst, Asef Bayat u.v.m.“ (Textquelle und 

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Martin Geisz, 2024