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Materialien „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ - Globales Lernen und Philosophie lernen
Buchhinweis |
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Bibliographische Angaben: |
Petra Weber Hildegard Hamm-Brücher. Eine Biografie Metropol Verlag Berlin 2026. Eine Publikation des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin 720 Seiten, 50 Abbildungen ISBN: 978-3-86331-843-7
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ZUM BUCH: |
Bis heute wird Hildegard Hamm-Brücher als Grande Dame und moralische Instanz der Bundesrepublik gesehen. Sie ist als mutige Einzelkämpferin in ihrer Partei, aber auch in den Regierungen, in denen sie Mitglied war für viele Frauen und Männer eine authentische von Grundrechten und demokratischen Verhältnissen geprägte Frau. Als Tochter aus großbürgerlichem Haus, die während der NS-Diktatur als „Halbjüdin“ unter wachsender Ausgrenzung gelitten hatte, war sie nach 1945 in einer von Männern dominierten Politik eine besondere liberale Politikerin - als Verfechterin einer grundlegenden Bildungsreform, als Vertreterin einer innovativen Auswärtigen Kulturpolitik und auch als Parteipolitkerin in der FDP präsent und durchaus auch durchsetzungsstark ... natürlich auch mit Krisen und Niederlagen
Petra Weber nutzt indieser Biografie viele bisher nicht verwedete neue Quellen und zeichnet ein vielfältiges Bild dieser liberalen Politikerin.
Das Inhaltsverzeichnis spiegelt besonders auch die Lebensstationen und durchaus wechselnden Politikfelder, in denen Hildegard Hamm - Brücher die bundesdeutsche Demokratie wesentlich mitgestaltet hat.
Inhalt
Einleitung: Ein Vorbild, an dem sich die „Geister“ schieden ........................... 7 I. Privilegiert, ausgegrenzt und bedroht: Kindheit und Jugend (1921–1945) ..... 14
1. Herkunft und familiäre Prägungen .............................................................................................. 14 2. Lebens- und Lernorte: Dresden, Salem und Konstanz ....................................................... 24 3. Studium in München und wachsende Bedrohung ................................................................ 36 4. Kriegsende in Starnberg ....................................................................................................................... 50
II. Mühevoller politischer Aufstieg in der bayerischen Provinz (1946–1966) ..................................................................................................... 53 1. Journalistin bei der „Neuen Zeitung“ .......................................................................................... 53 2. Politischer Anfang als Stadträtin, Erziehungsprojekte und ein USA-Aufenthalt ........................................................................................................................ 70 3. Weiterarbeit im Stadtrat und Neuanfang im Landtag ........................... 90 4. FDP – geistige Gegenwelten – Karrierenetzwerke ........................... 107 5. Erfolge und Scheitern der Viererkoalition – wachende Distanz zur FDP ............... 116 6. Familiäres Zuhause und politische Unbehaustheit ...................... 143 7. Aufstrebende Bildungsreformerin .................................................. 171 8. Im Dauerstreit: Das Mühen um liberale Politik in Bayern ................................. 186
III. Erfolge und Niederlagen: Amtsträgerin in Wiesbaden und Bonn, Stimme der Opposition in München (1967–1976) ............................................. 214 1. Beamtete Staatssekretärin in Hessen ......................... 214 2. „1968“ und der Weg zur sozial-liberalen Koalition .............................................................. 226 3. Bildungspolitische Euphorie ................................ 242 4. Wahlkampf und politische Doppelbelastung ........................... 253 5. Große Ernüchterung und Scheitern in Bonn ........................... 258 6. Im politischen Abseits ........................................................................ 277
IV. Eine neue Herausforderung – Staatsministerin im Auswärtigen Amt (1976–1982) ..................................................... 307
1. Jenseits der Routine: Auswärtige Kulturpolitik ..................................................................... 307 2. Reisen und Zusammenarbeit mit den Ländern der „Dritten Welt“ ............................ 319 3. „Motivatorin“ deutsch-amerikanischer Beziehungen und das Ende der sozial-liberalen Koalition ............................................................................................................ 342 V. Geachtete und beargwöhnte Einzelgängerin im Hohen Haus und in der FDP (1982–1990) ................................. 359 1. Im „liberalen Strafvollzug“? .............................................................................................................. 359 2. Wider den Parteienstaat – für Parlamentsreform und liberale Identität .................. 373 3. Vergangenheits- und Geschichtspolitik, Antisemitismus und Rechtsradikalismus .................................................... 392 4. Moral und Außenpolitik ....................................... 406 5. Friedliche Revolution und deutsche Einheit ............................................................................. 421 6. Rückzug – nicht ohne Enttäuschung .......................... 431
VI. Aktiv bis fast zum letzten Atemzug – die Unruheständlerin (1991–2016) ..........435
1. Wider Politikverdrossenheit – für die Bürgergesellschaft ........... 435 2. Krönender Abschluss eines langen politischen Lebens? Kandidatin für das Bundespräsidentenamt ...... 447 3. Plädoyer für die mündige Bürgergesellschaft und bittere Abschiede ......................... 459
Anmerkungen ............................................... 501
zur Autorin: „Dr. Petra Weber, geb. 1958, war von 1995 bis 2024 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Zeitgeschichte München–Berlin. Sie veröffentlichte unter anderem: Carlo Schmid 1896–1979. Eine Biographie, München 1996; Gescheiterte Sozialpartnerschaft – Gefährdete Republik. Industrielle Beziehungen, Arbeitskämpfe und der Sozialstaat. Deutschland und Frankreich im Vergleich (1918–1933/39), München 2010; Getrennt und doch vereint. Deutsch-deutsche Geschichte 1945–1989/90, Berlin 2020.“ (Verlagsinformation)
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Einordnung für die Bildungsarbeit |
Die Diskussion um Krise und Bedeutung von „Demokratie“ wird auch in den schulischen Bildungsarbeit in vielen Fach- und Themenzusammenhängen geführt. Auch BNE setzt hier einen wichtige Akzent, weil sie selbstverständlich von menschenrechtszugewandten und an der Demokratie orientierten Voraussetzungen ausgeht. Diese Biografie zeugt von gelebter Demokratie, gelebtem Einsat für die Menschenrechte - besonders auch im Blick auf den Kampf vonFrauen um Beteiligung in Parlament und Regierung. Sie gibt neben Informationen viele Impulse zur (auch selbstkritischen) Auseinandersetzung (Zielgruppe, Lehrkräfte, Studierende, Schülerinnen und Schüler ab ca. Klasse 10).
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Martin Geisz, Juni 2026