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Materialien „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ - Globales Lernen und Philosophie lernen
Buchhinweis |
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Bibliographische Angaben: |
Stephan Rammler Eurotopia 2050 Ein Kontinent wird resilient oekom Verlag. München 2026 ISBN 978-3-98726-532-7
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ZUM BUCH: |
Ausgangspunkte des Buches sind u.a. das Überschreiten der 1,5-Grad-Marke und drohender Erwärmung um bis zu 2,8 Grad, ein immer bedrohend werdende Kollaps der Atlantischen Umwälzbewegung (AMOC) ... Politisch gesehen: USA, China und Russland werden immer autoritärer und bedrängen zunehmen Europa in vielen Zusammenhängen. Wie sieht angesichts dessen ein Europa aus, das den Klimawandel nicht nur überlebt, sondern aktiv gemeistert hat? Stephan Rammler „entwirft“ in »Eurotopia 2050« Szenarios eines sozial gerechten und klimaresilienten Kontinents – als Gegenentwurf zur Gesellschaften spaltenden Krisenpolitik der Gegenwart.
Der Autor formuliert im Prolog: „Die Klimadebatte der vergangenen Jahrzehnte hat genug gesagt, was wir verlieren werden. Sie hat zu selten gezeigt, was wir gewinnen können. Aber genau das brauchen wir jetzt, ein helles Zukunftsbild, das stark und hoffnungsvoll genug ist, um die Energien unserer erschöpefn und verängstigten Gesellschaften zu sammeln, auszurichten und in Bewegung zu bringen. Hoffnung ist hier nicht alleine eine sentimentale oder religiöse Kategorie. Sie ist vor allem eine politische Ressource, vielleicht die wichtigste, die uns geblieben ist. Denn ohne positive Vision, ohne ein konkretes Bild des Möglichen, fehlt die Kraft, sich auf den langen, mühsamen Weg dorthin zu machen. Wer keine Karte hat, geht nicht los. Das Anliegen dieses Buchs ist es, an dieser Karte mitzuzeichnen. Einer Karte zur Orientierung in einem historischen Kairos-Moment der Erde, in dem über sehr lange Zeiträume hinweg verhandelt werden wird, was bleibt, was verschwindet und was im besten Sinne einer langfristig gelingenden, kooperativen und friedvollen Zivilisation ganz neu möglich wird.“ (S.19)
Inhalt Prolog Vom Orbit aus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 Einleitung »Off target« . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 Eurotopia. Europa im Zeitalter der Resilienz . . . . . . . . . . . . . . . . . 34 Anpassung als Europas neues Leitbild . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65 World Congress of Climate Futurology . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90 Das neue Klima-Bauhaus Berlin. Ein Besuch bei der Berliner Klimasenatorin . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 108 Void-Architektur. Die Lücke als Raumressource und Resilienz-Reservoir . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 127 »Wir« in Europa. Der Nachtsprung und die Babel-KI als europäisches Nation-Building . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 139 Neue Blütezeit am Mittelmeer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 160 Die Bintou Diallo oder das Meer als gemeinsame Heimat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 201 Von La Rochelle nach Amsterdam im Nachtbus . . . . . . . . . . . 223 Amsterdam. Die Stadt, die auf dem Wasser tanzt . . . . . . . . . . 228 Von Amsterdam nach Paris im Tagessprung . . . . . . . . . . . . . . . 243 Paris, August 2050, Reisetagebuch Carla . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 260 Der Wasserplanet . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 281 Kopenhagen, Reisetagebuch Carla . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 289 Von Kopenhagen nach Island. An Bord der Gudrid Thorbjarnardottir . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 305 Hyland Island. Laboratorium der Zukunft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 339 Von Reykjavik nach Kourou . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 354 Amazonas. Im denkenden Wald . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 365 Patagonien. Ein neuer Anfang am Ende der Welt . . . . . . . . . . 381 Epilog Helles Denken. Unsere planetare Zukunft im Post-Anthropozän . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 396
zum Autor:
„Prof. Dr. Stephan Rammler ist Sozialwissenschaftler und Ökonom. Er war von 2002 bis 2022 Professor für Transportation Design und Zukunftsforschung an der Universität der Künste in Braunschweig und Leiter verschiedener Forschungseinrichtungen. 2025 hat er die Stiftung beyondnew.org mitbegründet und ist seit 2026 Direktor des Berliner Mobilitätsthinktanks Good Mobility Foundation. Er arbeitet als freier Autor, Wissenschaftler und Berater in den Themenfeldern der Klimafuturologie sowie Zukunfts-, Resilienz- und Transformationsforschung.“ (Verlagsinformation)
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Einordnung für die Bildungsarbeit |
Die Thematik des Buches steht im Zentrum von BNE. Die im Buch vielfach durchgeführte (und verlangte) Perspektivenwechsel gehört zu den Grundanforderungen der Unterrichtsmethoden im Lernfeld - ebenso die unausweichlichen – auch kontroversen) Diskussionen um einzelne Modelle, Szenarion und Faktenauswahl. Ein Zitat aus dem Prolog als Impuls zu einer einführenden Diskussion: „Aber die Antwort auf die Frage nach der Zukunft beginnt nicht mit abstrakten Strategien, sondern mit einem attraktiven Zukunftsbild. Menschen folgen nicht Daten, sie folgen Vorstellungen. Sie verlassen ihre Gewohnheiten nicht aus Angst vor dem, was kommt, sondern aus Anziehung hin zu dem, was sein könnte und was besser gelingt, als sie befürchten.“ (S. 17 f.) Ich empfehle das Buch zur Anschaffung für die Schulbibliothek. |
Martin Geisz, Oktober 2026