Hessisches Landesinstitut für Pädagogik (HeLP)

Globales Lernen

Arbeitsvorhaben Ökologische Bildung und Globales Lernen

 
Methoden und Medien des Globalen Lernens in der beruflichen Bildung –Übersicht
 
 
 
 

Phase I Kennenlernen / Sensibilisieren

Phase II Problematisieren/ Vertiefen

Phase III Ergebnisse präsentieren / Miteinander oder zum Thema verbleiben / Auswerten

(Anmerkung: TN = Teilnehmerinnen und Teilnehmer)
 
 

weitere Angebote auf dieser Homepage auf der ABC - Liste anklicken:

http://www.globlern21.de/abc.html

Stationenlernen und Lernzirkel
Internet als Methode Globalen Lernens
Arbeit mit Karikaturen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Phase I Kennenlernen / Sensibilisieren



 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Methode Kurzbeschreibung Berufsbezug/Sozialisation Ziel Quelle
genauer Auskunft per Mail
b.toepfer@help.hessen.de
 
Assoziation Thema: Vorurteile – Rassismus
  1. Eine Nationalität wird aufgerufen und die TN können alles was ihnen dazu einfällt assoziieren. 
  2. Persönliche Merkmale der Teilnehmer werden diskriminiert (z.B. "blaue Augen") 
  3. "Wahrheitsgehalt", "Wissenschaftlichkeit" und Gefühle der TN werden diskutiert 
(Vertiefung unter Phase II "Kleingruppenarbeit")
  • Umgang mit Fremden/ Fremdem/ Vorurteilen  
  • Ausbildungsbetrieb und Unternehmen der Region haben ausländische Gäste/ Kunden. Ihre Nationalitäten können Bezugspunkte für diese Übung sein. 
Unbefangenes Aussprechen von Vorurteilen; Nachdenken über Funktionen und Erleben von Diskriminierung VII, S. 65
Karikatur Zum Thema "Verschuldung Lateinamerikas":

An einem Mobile hängen viele unterernährte Menschen und ein fettes Dollarzeichen – die beiden Seiten halten sich die Waage.

Kann als Einstieg verwendet werden für Themen wie:
  • Fairer Handel  
  • Weltwirtschaft  
  • Gerechtigkeit  
  • Konsumstile 
Die Konfrontation mit karikieren-den Darstellungen von Sachver-halten provoziert Zustimmung und Widerspruch und emotionalisiert die Gruppe – eine gute Basis den Hintergründen und Fakten nachzuspüren. V, S. 37
Kleingruppenarbeit Zum Thema Grundrechte

Rechte I: "Was sind Menschen- und Bürgerrechte?"

Selbst formulierte Erwartungen werden – auf der Basis des Grund-gesetzes – in Rechte umformuliert. Die Gruppenprozesse werden reflektiert. (Rechte II und III s."Phase II" der Tabelle) (Betzavta)

Beitrag zur Sozialisation der Jugendlichen als aktive Mitbürger(innen) einer demokratischen Gesellschaft  Lernen, die eigenen Bedürfnisse und die anderer wahrzunehmen und zu erkennen, wann sich daraus Rechte ableiten lassen. Überprüfen der Gültigkeit dieser Rechte für andere Mitglieder einer Gemeinschaft und Erkennen von Widersprüchen. XI, S. 71-83
  Zu den Themen:
  • Gleichheit vor dem Gesetz (I)  
  • Gleichheit und Gerechtigkeit (Das Schokoladenspiel) 
(Betzavta)
Als Einstieg zur Thematisierung von Fragen wie:
  • Soziale Gerechtigkeit  
  • Fairer Handel  
  • Ethik unternehmerischen Handelns  
  • Arbeitsmigration 
Erkennen des Unterschieds zwischen gleichen Rechten und gleichen Chancen; Erfahren der Möglichkeiten und Grenzen der politischen Gleichberechtigung in einer demokratischen Gesellschaft; Erfahren unter welchen Bedingun-gen (demokratische) "Spielregeln" eingehalten werden. XI, S. 103-112
  Zu den Themen: 
  • Wege der demokratischen Entscheidungsfindung (II)  
  • Die Kunst einen Kürbis zu teilen 
(Betzavta)
Als Einstieg zu Themen wie:
  • "Umgang mit begrenzten Ressourcen"  
  • Ökonomische versus ökologische Interessen (Wie können unternehmerische Interessen, soziale Rechte der Mitarbeiter und Bemühungen zum Erhalt der Umwelt in Einklang gebracht werden?) 
Kennenlernen der vier Schritte der demokratischen Entscheidungs-findung XI, S. 123-136
Kulturgegenstände Die Gegenstände sollten in einem Bezug zum Thema stehen. Die TN bilden einen Stuhlkreis, in dessen Mitte die Objekte gelegt werden. Die TN werden aufgefordert sich einen Gegenstand zu nehmen und über ihn Vermutungen anzustellen. Produkte aus den Ausbildungs-betrieben
  • Rohstoffe, Zwischenprodukte herausarbeiten  
  • Produktionsbedingungen  
  • Kenntnisse über die Gesellschaft des Herkunfts- oder Hersteller-landes 
Ganzheitliches lebendiges Lernen; konkrete Anschauung des Alltagslebens; Einbeziehung der TN II, B12
Lebensbaum TN erhalten Blatt mit Baumumriss. Jeder TN ergänzt die Aussagen, z.B.:
  • Meine Familie besteht aus …  
  • Unser Familienoberhaupt ist …  
  • Meine Familie lebt in …  
  • Den Sonntag verbringen wir mit  
  • Bei uns arbeitet …  
  • Religion ist für mich … 
Die unterschiedlichen Aussagen werden verglichen und besprochen.
(Zusätzliche) Fragen zu Themen-bereichen wie:
  • Arbeitslosigkeit/Arbeit  
  • Armut/Reichtum  
  • Berufliche und private Zukunft  
  • Demokratische Gesellschaft / Weltgesellschaft 
 
Gemeinsamkeiten und Unter-schiede über viele Kulturen hinweg erfahren; deutlich machen, dass Normen und Werte einem ständigen Wandel ausgesetzt sind. In Anlehnung an VII, S. 96
Pantomine TN schreiben das, was ihnen zum Land einfällt, auf Kärtchen. Sie werden umgedreht, in die Mitte gelegt und gemischt. Kleingruppen bilden sich und nehmen jeweils 3-6 Karten. Sie ziehen sich zurück und bereiten in 15 Minuten zu mindes-tens einem der Begriffe eine panto-mimische Darstellung vor, die sie aufführen. An Urlaubserlebnissen, Klassenfahrten ins Ausland oder Kontakten mit ausländischen Kunden/ Geschäftspartnern anknüpfen. Vorstellungen zum Partnerland kennenlernen; TN mit dem Thema in Berührung bringen; TN aktivieren durch Fantasie und Bewegung. B11
Regeln  "Warming up/ Aufstellen von Regeln"
  • Einigung auf zwei grundsätz-liche Diskussionsregeln  
  • Zuhören und die Meinung anderer akzeptieren  
  • Zwischen meinen Fantasien und dem, was ich tasächlich hören und sehen kann, unterscheiden 
Auch die Kommunikation im Team / in der Abteilung oder mit Geschäfts-partnern und Kunden aus dem In- und Ausland folgt bestimmten Regeln. Welchen? Wie könnte in problematischen Situationen ver-fahren werden? Wie kann ich solchen Situationen vorbeugen? ("Global Business Behaviour")   VII, S. 67
Schaubild Schaubild (Bilder, Texte) ."Stell dir vor du wärst ... auf der Flucht". Fünf Gegenstände darf der Flüchtling mitnehmen – aber kein Haustiere, elektrischen Geräte und Walkman.

 

Führt zu Fragen hin wie:
  • Lebensstil / Konsumstil  
  • Warum fliehen Menschen?  
  • Was bedeutet es Flüchtling /Asylbewerber zu sein?  
  • Sollen Asylbewerber arbeiten dürfen? 
Der komprimiert dargestellte Sachverhalt lässt viele zu stellende Fragen offen, die mit anderen Methoden weiter vertieft werden können. VI, S. 23
Spiele Assimilierungsspiel

Ein Drittel der Gruppe wird zu X-Menschen, denen ein Schild ange-heftet wird. Die Großgruppe erhält eine Tüte Salzbrezeln, von der sie der X-Gruppe nichts abgibt. Das Überleben der X-Gruppe hängt von diesen Brezeln ab. Sie können indi-viduelle oder kollektive Handlungsstrategien entwickeln. Gruppenprozesse und individuelle Strategien/ Handlungen werden reflektiert.

Auf die Lebenssituation der TN in Deutschland beziehen: "Viel Habende" und "Wenig Habende".

Ausbildungssituation: Was haben Arbeitgeber und / oder ausgelernte Mitarbeiter was Ausbzubildende nicht haben? Und wie können sie an die "Brezeln" kommen?

Sensibilisierung für Handlungsstrategien und deren Motive von Migranten/ Asylbewerbern VII, S. 65
  Eisbrecherspiel

Zwei gleich große Kreise gehen je-weils im anderen Sinn; der Spielleiter lässt sie anhalten und die sich gegenüber stehenden Partner erzählen sich; verschiedene Themen erfordern verschiedene Runden;

Variationsmöglichkeiten:

  • wie Kugellager  
  • in der zweiten Runde Vierergruppen bilden. 
Bezogen auf die Ausbildungssitua-tion oder die berufliche Zukunft z.B.
  • Was ärgert mich besonders im Betrieb/ in der Schule (Thema "Rechte und Pflichten", Minder-heiten usw.)  
  • Was will und was kann ich nach meiner Ausbildung tun?  
  • Wo / wofür möchte ich mich in der Zukunft besonders einsetzen? 
Lockert Gruppenatmosphäre auf, dient als Türöffner für weitere Gruppenübungen; eignet sich besonders auch für multikulturell zusammengesetzte Gruppen VII, S. 87
  Identität der Kartoffel

Jede(/r) TN wählt aus einer Tüte eine Kartoffel und stellt sie der (Klein)Gruppe wie eine Freundin oder einen Freund vor. Dann kommen alle Kartoffeln in die Mitte.

Sind alle Kartoffeln gleich?

Worin unterscheiden sie sich?

Was ist das Besondere an jeder Einzelnen und wie gehe ich damit um?

Produkte aus dem Berufsfeld der Auszubildenden nehmen, mit denen sie täglich in ihrem Betrieb zu tun haben (ungeeignet: völlig identische Produkte) und die sie möglichst selbst gefertigt haben. Die Beschäftigung mit einem anderen Produkt der Natur erlaubt den Transfer zu Menschen (Analogien Kartoffel-Mensch) und soll vermitteln, dass TN erst genau hinsehen müssen, bevor sie urteilen und Schlüsse ziehen. Außerdem lernen Auszubildende die Produkte anderer (konkurrierender) Ausbildungs-betriebe zu respektieren und die Arbeit anderer Auszubildender anzuerkennen. VII, S. 100
"Stand"Punkte Spielleiter(in) kennzeichnet gegenüberliegende Raumenden mit "Ich stimme zu" und "Ich stimme nicht zu", die Mitte als "Ich kann mich nicht entscheiden". Entsprechend der Aussagen ordnen sich Teilnehmer zu.

Beispiele: 

  • "Wer Arbeit sucht findet auch Arbeit"  
  • "Das Christentum ist eine sexualfeindliche Religion."  
  • "Der Islam ist eine frauenfeind-liche Religion"  
  • "Die Deutschen haben die beste Arbeitsmoral der Welt"  
  • "Schwarze sind bessere Tänzer als Weiße".  
  • "Arabische Männer sind phantasievolle Liebhaber" 
Die Standpunkte werden hinterher oder nach jeder Aussage be-sprochen.
Die Fragen werden der Ausbildungssituation ange-passt zu Themen aus der Menschenrechts-, der Friedens-, der entwicklungsbezogenen und/oder der ökologischen Bildung entwickelt. Die Teilnehmer wechseln ihren Standpunkt und damit ihre Gruppenzugehörigkeit ständig. Sie machen die Erfahrung, mit wenigen oder alleine zu stehen. In Anlehnung an VI, S. 113
Stehcafé (Bistro-)Tische werden mit Geschirr und Getränken / Kuchen gedeckt. Jeder Tisch wird mit einer Karte versehen mit Satzanfängen wie:
  • "Das Thema interessiert mich besonders weil ..."  
  • "Ich hatte schon mal mit dem Thema zu tun als ..." 
oder mit Thesen wie:
  • "Globales Lernen ist die Tür zur Welt" oder  
  • "Multikulti macht mich an" 
Die TN treffen sich an Tischen und tauschen sich aus. Wesentliche Statements oder Ergänzungen können auf Kärtchen geschrieben, angepinnt und thematisiert werden.

 

Bezug zwischen Thema der Stunde / Einheit zum Berufsfeld, Aus-bildungsrahmenplan, beruflichen Plänen und Perspektiven der Auszubildenden und Schüler/innen herstellen v.a. bei zu erwartenden Verspätungen der Teilnehmer; TN werden auf das Thema eingestimmt; Äußerungen können später wieder aufgegriffen werden; TN lernen gleich am Anfang mehrere Personen kennen.  
Stehkreis Thema: Persönliche Merkmale

Aufforderung in den Kreis zu treten wenn TN

  • mehr als eine halbe Stunde Anfahrtsweg hatten  
  • schon einmal im nicht-europäischen Ausland waren  
  • die deutsche Küche mögen  
  • sich schon mit dem Thema … beschäftigt haben 
usw.
Sich kennenlernen in multikulturellen Klassen; in heterogenen Gruppen Zusammensetzung der TN kennenlernen; Anfangs-atmosphäre auflockern; Meinungen erkunde; Gemeinsamkeiten entdecken. II, B1
Stuhlkreis Thema: Bedeutung der Namen

Namen haben in anderen Gesell-schaften oft eine größere Bedeutung als bei uns. (Beispiele)

  • In welcher Beziehung stehen Sie zu Ihrem Namen?  
  • Welche Erfahrungen haben sie mit ihm gemacht (angenehm/unangenehm)?  
  • Wie finden Sie ihn heute?  
  • Haben Sie einen Spitznamen? 
Small Talk im Geschäftsleben: Über Namen des Gesprächspartners / der Gesprächspartnerin mehr erfahren über die Lebenssituation des Gegenübers. Gesamtatmosphäre positiv beeinflussen; jedem TN das Gefühl geben wichtig zu sein; einführen in die Kultur des Gastlandes/ Partnerlandes II, B3

Phase II Problematisieren/ Vertiefen
 
Methode Kurzbeschreibung Berufsbezug/Sozialisation Ziel Quelle
Alfabet  Aus den Aussagen eines Textes oder Problemlösungsvor- ein Alphabet erstellen Das
  • "Tropenholz-bei-uns-Alphabet"  
  • "So können wir fair handeln-Alphabet"  
  • "So-gehen-wir-mit-Rassismus-um-Alphabet" 
Kreatives Erstellen eines Handlungskatalogs V, S. 17
Bild Jeder TN nimmt sich ein Bild aus einem Stapel und kommentiert es auf einem Blatt positiv. Blatt (verdeckt) und Bild gehen an den Nachbarn weiter, der das Bild negativ kommentiert; usw. Zum Schluß werden die Kommentare besprochen und der Prozess reflektiert. Bilder von beruflichen (Gesprächs) Situationen, aus dem gesellschaft-lichen und geografischen Umfeld von (Geschäfts-)Partnern, von Produktionsabläufen etc. Wahrnehmen, dass es zu jedem Bild positive und negative Assoziationen gibt. Eine Bildaussage ist nie wertfrei und soll sie in der Regel auch nicht sein.

Ausserdem werden durch die Reflexion Stereotype und die verborgene Botschaft des Bildes thematisiert.

VII, S. 69
Diagramm Aus einem Text und einem Bild sowie einer Tabelle ein (Klima)Diagramm erstellen. Sachtexte aus berufsbezogenem oder allgemeinbildendem Unterricht Diagramme sind ein nützliches Instrument zur Visualisierung von Sachinformationen und dem Herausstellen von Trends V, S. 19
Diskussion Beispiel:

"Situation der Kurden" 

Experte/Expertin vermittelt Wissen und berichtet über eigene Erfahrungen. Die TN diskutieren darüber. Prozess und Emotionen werden in der Gruppe besprochen

Wie diskutiere ich mit (ausländischen) Geschäftspartnern bei Geschäftsverhandlungen oder beim informellen Beisammensein? Wie verhalte ich mich bei persönlich oder politisch heiklen Themen? Auseinandersetzung mit einem bestimmten Thema nach vorgegebenen Regeln, die für alle Beteiligten akzeptabel sind VII, S. 66
Expertenbefragung Externe Experten können neue, weiterführende Aspekte in einen Themenbereich einbringen. Das Formulieren derr Fragen an die Experten bedeutet bereits eine Beschäftigung mit dem Thema. Themen z.B.:
  • Arbeits- und Lebens-bedingungen im Herkunfts- oder Aufenthaltsland der Experten  
  • Verhaltensregeln; Sicht der Deutschen und Deutschland von außen/ Stereotype und Vorurteile 
Themen allen Bereichen der Berufsausbildung, der (beruflichen) Zukunft etc.

 

Perspektivwechsel; Erweiterung des Wissens über ein Verhaltensrepertoire X, S. 29
Fallbeispiel An einem interkulturellen Konfliktbeispiel (Selma sagt erst ihre Teilnahme an einer Geburtstagsfeier zu und dann wieder ab) werden in Gruppenarbeit Wege der Konfliktlösung entwickelt (vier verschiedene Strategien sind verdeckt vorgegeben) und dann vorgespielt. Beispiele aus dem interkulturellen Management, dem "Global Business Behaviour", dem Umweltschutz etc. Sich in die vier Strategien hineindenken:
  • den Konflikt vermeiden  
  • den Konflikt mittels Gewalt oder Macht gewinnen  
  • nachgeben/aufgeben  
  • den Konflikt mit der gegnerischen Person aufarbeiten 
VII, S. 132
  Als Entwicklungshelfer(in) in einem Gastland. Kurze Beispiele werden in Dreiergruppen bearbeitet.
  • "Sie sind zum Essen bei einem Projektmitarbeiter eingeladen. Obwohl Sie höflich danken, bekommen Sie Nachschlag auf den Teller."  
  • "Innerhalb von vier Wochen will ein Mitarbeiter zweimal frei nehmen, um zum Begräbnis seines Vaters in seiner Heimatregion zu gehen." 
Zu Gast zum Abendessen bei einem Geschäftspartner TN in die Situation im Gastland einbeziehen, sie für den Erlebnisbericht öffnen, die Bedeutung kultureller Grenzen aufzeigen und das Bewusst-sein für kulturelle Prägungen stärken II, C2
Fish Bowl Die Gruppensprecher sitzen in einem Innenkreis, ein Platz bleibt frei. Die Mitschüler verfolgen im Außenkreis die Diskussion. Die Lehrkraft oder ein(e) S moderiert. Wer aus dem Außenkreis mitreden möchte, setzt sich für die Länge des Redebeitrags auf den freien Stuhl.

 

Zur Auswertung von Gruppenarbeiten; zur geregelten Diskussion eines kontroversen Sachverhaltes in der Gruppe oder im Ausbildungsbetrieb Diskutieren vor Publikum; sich Zurückhalten mit der eigenen Meinung im Außenkreis und die Diskussion verfolgen; eine Diskussion nach Regeln durchführen X, S. 28
Fragebogen  die Schülerinnen und Schüler werden selbst zu Befragten; sie tauschen die Ergebnisse miteinan-der aus z.B. in der politischen Bildung
  • "Unantastbar" (Beispiele aus dem eigenen Leben)  
  • Allgemeine Erklärung der Menschenrechte 
  I, S. 29

I, S. 19

V, S. 43

Gedicht z.B. "Das Tier" von Manuel Bandeira

kann kommunikativ oder mit schriftlichen Methoden bearbeitet werden

Als Einstieg in Themen wie 
  • "Welternährung" 
  • "Arbeitsbedingungen"  
  • "Gerechtigkeit"  
  • "Müll" 
  Erhältlich in der Schulberatungsstelle
Gegenüberstellungen Lebensstile, Zukunftsperspektiven, Ansichten, religiöse Überzeugungen u.ä. werden einander gegenüber-gestellt (schriftlich, mündlich, bildhaft ...) dient vor allem der Persönlichkeitsbildung der Jugendlichen, deren Begleitung Aufgabe von beruflicher Schule ist Vergleiche anstellen und Resumées daraus ziehen; Perspektivwechsel V, S. 12
Gesetze Für eine zukünftige Welt werden Gesetzesvorschläge unterbreitet.

TN schlüpfen in die Rolle von Gesetzgebern einer Weltregierung und bearbeiten die vorliegenden Gesetzesvorschläge.

  • Für eine zukünftige Weltökonomie  
  • Für eine nachhaltige Entwicklung (Umwelt, Ökonomie, Soziales) 
Jugendliche sollen überlegen, in welcher Art von Gesellschaft sie gerne in 20 Jahren leben würden. Sie sollen die Möglichkeiten der Gesetzgebung erforschen, positive Veränderungen für die Zukunft zu schaffen. IV, S. 204
Geschichten Geschichten zu Bildern erfinden lassen

Gruppen von drei bis vier TN erhalten jeweils einen Satz von max. 8 Bildern, die in jeder Gruppe die gleichen sind. Sie machen aus diesen Bildern eine fortlaufende Geschichte und ergänzen Bilder, Namen und die Überschrift. Die einzelnen Gruppen tragen vor und stellen Vergleiche an.

 

  • zu einem Produktionsprozeß oder Produkt / einer Dienstleistung  
  • aus einem Partnerland  
  • von einer Urlaubs- oder Geschäftsreise 
Vorwissen klären; Neugier auf späteres Thema wecken; Fantasie und Empathie der TN fördern; Interessen der TN mit einbeziehen II, B13
Grafiken Grafiken auswerten oder erstellen Statistiken über 
  • Herkunftsländer von Rohstoffen, Gästen und Geschäftspartnern  
  • Export und Import (Deutschland, EU, international) 
sich Informationen erarbeiten können; Umgang mit Statisti-ken erlernen X, S. 24
Gruppenarbeit Beispiel:

Der Verhältnis von Mehrheit und Minderheit oder: "Fünf Wege, mit einer Minderheit umzugehen" 

(Betzavta)

 

Betriebliche Entscheidungen, die bspw. Personalangelegenheiten oder Konflikte/ Probleme betreffen und die von möglichst vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mitgetragen werden sollen, wie:
  • in einer Abteilung  
  • im Betriebsrat/ Personalrat  
  • im Gesamtbetrieb 
Mehrheitsentscheidungen führen in der Regel zu keinen tragfähigen Entscheidungen. Alternativen werden eingeübt. XI, S. 50-72
Gruppenpuzzle Arbeitsteilige Expertengruppen erarbeiten verschiedene Aspekte eines Themenbereichs. Danach werden die Gruppen neu gebildet, so dass in jeder Gruppe mindestens ein Experte des jeweiligen Themenbereichs sitzt. In jeder Gruppe wird dann ein Lernplakat erstellt. Themen wie 
  • "Von der Kaffeeplantage zum Verwöhnaroma"  
  • "Jeansparcours" 
  • "Mit welchen Ländern ist mein Ausbildungsbetrieb wie vernetzt?"  
  • "Sanfter Tourismus"  
  • "Wie können wir in meinem Ausbildungsbetrieb Energie und Rohstoffe sparen?" 
Umgang mit Komplexität; gegenseitiges Respektieren als "Experten" X, S. 24
Karikatur / Cartoon Zum Beispiel:

"Die Welt ist gerecht"

(Fischekarikatur)

  • Karikaturen von ausländischen Küstlern, die ihre Weltsicht darstellen (z.B. Indien)  
  • Politische Karikaturen  
  • Karikaturen mit Nord-Süd und Ost-West-Themen  
  • Karikaturen die Themen aufgreifen wie Migration, Abschottung, Militarismus, Menschenrechte, Fremden-feindlichkeit 
Jugendliche sollen erkennen, dass es eine Vielzahl von Betrachtungsweisen für jede Situation gibt, und dass bestimmte Gruppen von Ungerechtigkeiten, die anderen angetan werden, profitieren. IV, S. 133
Kleidungsstücke Bilder von Kleidungsstücken von TN nach bestimmten Kriterien ordnen lassen, z.B.Oberbegriffen, Herkunft, Fasern, Stilen. Thematisch vertiefen, z.B.
  • "Kleidung- Ausdruck der Persönlichkeit oder von Konsumabhängigkeit?"  
  • "Weltreise einer Jeans"  
  • Sportschuhe-was steckt in ihrem Preis?"  
  • "Altkleider-was haben sie mit Afrika zu tun?" 
Am Thema "Kleidung" (Berufs-, Freizeit-, Schuluniform etc.) die Bedeutung von Kleidung für die eigene Identität, Gruppen-zugehörigkeit, Status usw. thematisieren Globale Hintergründe von alltäglichen Gegenständen entdecken; Einsicht in Strukturen globaler Warenproduktion und –ströme gewinnen; eigenen Konsumstil bewusst machen und hinterfragen; Hand-lungsalternativen erörtern II, C7
Kleingruppenarbeit Grundrechte II und III 
  • "Sich widersprechende Grundrechte"  
  • "Die Grenzen des Gehorsams" 
(Betzavta)
s.o. ("Kleingruppenarbeit" Phase I) s.o. XI, S. 84-96

XI, S. 95-104

  Fortsetzung von Phase I "Vor-urteile-Rassismus" (Assozia-tionen)
  • Geschichte und Funktionen des Rassismus (am Beispiel des Konflikts Türken-Kurden)  
  • Vertiefung an konkreten Beispielen wie Anzeigen-werbung, Liedern 
Erweiterung des Themas "Kommunikationspolitik"
  • diskriminierende, rassisistische Anzeigen und Spots bei Produktwerbung (z.B. Kaffee)  
  • Öffentlichkeitsarbeit internationaler Unternehmen- wie sprechen sie die Adressaten an? Wer sind diese? 
  • Auseinandersetzung mit konkreten Beispielen und politisch/historischen Hintergründen für Rassismus  
  • Auseinandersetzung mit versteckten Rassismen und Diskriminierungen, z.B. gegenüber Umwelt-schützern, Menschen-rechtlern, Frauen, Kin-dern, Angehörigen von Minoritäten in einer Gesellschaft 
  • VII, S. 65
    Kreuzworträtsel  Informationsblätter dienen der Erstellung von Kreuzworträtseln; werden Mitschülern zur Auflösung vorgelegt Texte zu Themen des Globalen Lernens fragen statt konsumieren; 

    Schwerpunkte im Text setzen.

    X, S. 24
    Kugellagermethode (Doppelkreis) Schüler bilden Innen- und Außenkreis und setzten sich paarweise gegenüber. Einstellungen, Informationen, Ergebnisse werden 3-5 Minuten lang ausgetauscht, dann rückt der Außenkreis weiter und der Austausch beginnt erneut Zu allen Themen des Globalen Lernens

    Zum Austausch über ein Problem / ein umstrittenes Thema in der Gruppe

    Ermöglicht kurzen und intensiven Austausch mit der Hälfte der Teilnehmer einer Gruppe; ein vielfältiges Meinungsbild kann entstehen. X, S. 28
    Kulturbeutel Beutel aus Stoff oder Papier werden mit Gegenständen oder Abbildungen von Gegenständen und Menschen aus dem Gast- oder Partnerland gefüllt und an die Teilnehmer verteilt. Der Reihe nach werden die Objekte ausgepackt und der Besitzer assoziiert weitere Begriffe damit, die notiert und plakatiert werden. Gegenstände aus den Ausbildungsbetrieben (Produkte, Abbildungen von Dienstleistungen) die im Weltkontext stehen; Gegenstände aus dem Herkunftsland der Partner/ Gäste Ermöglicht sinnliche Wahrnehmung und Konzen-tration auf einzelne Objekte; die Fantasie und das Wissen der Teilnehmer sind gefragt Schulberatungsstelle
    Lernplakat über Lernplakate werden Zwischen-ergebnisse sichtbar gemacht und begleiten den weiteren Lernprozeß   Ergebnisse visualisieren X, S. 24
    Mind Map
    • Moderator / Moderatorin entwickelt aus Beiträgen der TN ein Netz  
    • TN können Netz selbst erstellen oder weiter entwickeln 
    Auswirkungen der Globalisierung auf die Menschen und die Umwelt darstellen, an Themen wie 
    • Arbeit/ Arbeitslosigkeit  
    • Arbeitsbedingungen  
    • Arbeitsmigration/Mobilität  
    • wirtschaftliche und soziale Gerechtigkeit  
    • die berufliche und persönliche Gegenwart oder Zukunft  
    • erforderliche Schlüssel-qualifikationen  
     
    Umgang mit Komplexität X, S. 24

    II, B 9

    Perspektiv(en)wechsel "Stellen Sie sich vor Sie bekommen Besuch aus Westafrika. Was könnte der Besucher bei uns für entwick-lungsbedürftig halten?" Gedanken werden von TN auf Kärtchen notiert. Anschließend wird die Geschichte: "Mama-dou, der Experte für ländliche Entwicklung, in einem deutschen Dorf" vorgelesen. Die Ergebnisse und Eindrücke werden ausgetauscht Der erste Teil der Übung kann sich auf den Besuch von Geschäftspartnern im Ausbildungsbetrieb oder im Wohnort der Auszubildenden bzw. TN beziehen Den Begriff "Entwicklung von der anderen Seite anschauen; kreative Fantasie zur gesellschaftlichen Ver-änderung aktivieren; Ziele der Entwicklungszusammen-arbeit auf Deutschland anwenden. II, C3
    Produkte Zu einem Produkt (z.B. Kokos, Kakao, Kautschuk, Erdöl, Baumwolle etc.) Gegenstände sammeln, in denen das Ausgangsprodukt enthalten ist oder die aus ihm gemacht sind. Informationen über Herstellung, Verarbeitung und Vermarktung sammeln; Rezepte, Musik o.ä. zur weiteren Bearbeitung besorgen.

    Mit Hilfe von Geschichten, Dias, Kochexperimenten o.ä. die vielfältigen Verflechtungen unseres Lebens verdeutlichen

    Wie abhängig ist mein Ausbildungs-betrieb / meine Branche von Produkten aus Ländern des Südens und des Ostens? Was sind wir bereit für diese Produkte zu geben? Informationen vermitteln über die Herkunft alltäglicher Produkte; globale Zusammen-hänge im Alltag erkennen und hinterfragen; TN ganzheitlich ansprechen II, C6
    Pro und Contra Eine These wird vorgelesen. Auf einem vorbereiteten Kreuz auf dem Boden stellen sich die Teilnehmer auf, je nachdem ob sie der Behauptung voll, wenig oder gar nicht zustimmen. TN werden direkt angesprochen, warum sie dort stehen. Zum Beispiel:
    • "Unser Betrieb kommt auch ohne das Ausland klar"  
    • "Die Ausländer nehmen uns die Ausbildungsplätze weg"  
    • Wir sind Teil einer Weltgesellschaft"  
    • "Wir leben in einem globalen Dorf"  
    • " Die Multis sind schlecht" 
    Meinungen erfragen, TN miteinander in Kontakt bringen, offene Fragen definieren II, B8
    Projekte Rechte. Vorgezeichnete Projekte zu den Themen:
    • Meinungsfreiheit  
    • Kinderarbeit  
    • Lebensstandard  
    • Schutz vor Missbrauch und Verwahrlosung  
    • Bildung für alle  
    • Anti-Diskriminierung  
    • Ziele von Unterricht und Erziehung  
    • Gesundheitsversorgung 
    TN wählen unterstützenswerte Projekte aus, verteilen Geld und reflektieren ihre Entscheidungen
      Jugendliche sollen Überlegen, ob bestimmte Rechte Vorrang vor anderen haben sollten. Sie sollten darüber nachdenken, wie die verschiedenen Rechte miteinander verknüpft sind. IV, S. 135
    Quadranten  zu einem Thema, z.B. "Menschenwürde", wird ein Meinungsbild erstellt. Die TN schreiben zu vier verschiedenen Situationen ihre Erfahrungen auf. Diese werden auf vier verschiedenen Pinnwänden befestigt und vorgelesen und besprochen. Konkretisierung:

    Eine Situation, in der

    • …ich mich verletzt fühlte …  
    • …ich gegen die Verletzung eines anderen vorgegan-gen bin …  
    • …ich die Würde eines anderen nicht geachtet habe …  
    • …ich gegen die Verletzung der Würde eines anderen nichts unternommen habe … 
     
    Ein Sachverhalt wird von verschiedenen Seiten beleuch-tet I, S. 10
    Regeln Regeln erstellen Regeln
    • Wie Ausbilder mit Auszubilden-den umgehen sollten  
    • Wie Auszubildende mit ihren Ausbildern umgehen sollten  
    • wie das Zusammenleben Zuhause geregelt sein sollte 
     
    TN sollen über Ungerechtigkeiten in ihrer Schule / ihrem Betrieb / ihrem Zuhause nachdenken und einen Veränderungskatalog erstellen, der zu mehr Gleichheit und Gerechtigkeit führt  IV, S. 128
    Reiseplanung Informationen über das Land einholen und dann die Stationen einer Reise planen eine Informationsreise in ein Partnerland planen, um künftig die Sachbearbeitung für den Einkauf oder Verkauf in einem bestimmten Land/ einer bestimmten Region übernehmen zu können Lernfelder erschließen, die in einer sich globalisierenden Wirtschaft von berufsqualifi-zierender Relevanz sind V, S. 9
    Rollenspiele Kurze Spieldauer; Spieler denken über Rollen nach;

    Zuschauer und Spieler tauschen sich über Verlauf, Lösungsansätze und Gefühle aus

    Situationen können sich auf die betriebliche/ berufliche Realität beziehen; z.B. 
    • ein Verkaufsgespräch mit einem Kunden in Japan  
    • eine Sightseeing-Tour mit einem ausländischen Geschäftspartner durch den eigenen Wohnort  
    • ein Reklamationsgespräch über die mangelnde Qualität der angelieferten Ware aus Kolumbien 
    Perspektivwechsel; Problem-/Konfliktlösung X, S. 28
      Begrüßung in einer multikulturellen Gesellschaft Übung für "Global Business Behaviour" Teilnehmer lernen unterschied-liche Riten kennen, versetzen sich in eine Person anderer Her-kunft, können sich identifizie-ren und die Gültigkeit von Werten und Normen reflek-tieren sowie kulturelle Grenzen wahrnehmen und achten II, C12
      Bei Familie Torres in Lima/ Peru

    Die Rollen sind vorgegeben. Die Familie geht mit begrenztem Budget einkaufen. Die Preise sind bekannt. Die TN stellen einen Wirtschafts- und Einkaufsplan auf. Die Familiensituation wird diskutiert. Vergleiche mit Deutschland werden gezogen.

      In peruanische Familiensituation hineinversetzen; Sensibilität für alltägliche Besorgungen und Preise erhöhen; Fragen globaler Gerechtigkeit erörtern; eigenen Lebensstil hinterfragen II, C9
    Spiele "Ecuadorspiel"; Spieler werden in "reich" und "arm" aufgeteilt; unterschiedliche Ereignisfelder für die Reichen und die Armen be-stimmen den Verlauf   Konfrontiert mit Lebens-realitäten im Land und erzeugt Identifizierung V, S. 31
      Eine Entdeckerreise durch Lateinamerika; mit Fragen und Antworten zum Land Landeskunde über ein mögliches Partnerland des Ausbildungs-betriebes Vermittelt im Spiel Kenntnisse V, S. 39
      Fragespiel zum Thema Kaffee

    Fragen und korrekte Antworten sind vorgegeben. Eine Schieds-richterin wird ausgewählt Die TN gehen in zwei Gruppen. Der Punkt für die richtige und schnellste Antwort geht an die Gruppe, die Gelegenheit hat sich zu jeder Frage zu beraten.

    Weitere Themen:
    • Rohstoffe / Zwischenprodukte der Ausbildungsbetriebe  
    • Fragen zu Partnerländern 
    Lebendige Einführung in das Thema, Vorwissen wird abgefragt und die Fragehaltung der TN gestärkt. Falsche Antworten können vertieft bearbeitet werden. In Anlehnung an II, B10
      "Mensch ärgere dich nicht" wird gespielt, anschließend die Charakteristika notiert und ausgetauscht Transfer zu Fragen wie
    • Gilt die Geschichte des Tellerwäschers, der zum Millionär wird, auch bei uns/ für mich?"  
    • Welche persönlichen Perspektiven habe ich? Wie kann ich meinem "Glück" nachhelfen?  
    • Gibt es auch "Regeln" oder eine Ethik des Wirtschaftlichen Handelns?  
    • Lebe ich in einer "Mensch-Ärgere-Dich-Nicht-Gesellschaft?" 
     
    Spiele locken Teilnehmer aus der "Reserve" und ärgern oder erfreuen. Die Regeln, nach denen sie gespielt werden, und die Emotionen, die sie provo-zieren, können thematisiert werden. Fragen nach "Ge-rechtigkeit", "Ehrlichkeit", Fairness" usw. entstehen und können die Brücke bilden zu Themen des Globalen Lernens.  I, S. 22
    Sprichwörter Die vorgegebenen verschrift-lichten Sprichwörter werden in Kleingruppen ergründet. Ähnliche deutsche Sprichwörter werden gesucht.

    Ableitung: in multikulturellen Gruppen bringen die TN selbst die Sprichwörter ein.

      Von einem anderen Menschen-bild und anderen Lebensein-stellungen erfahren; Erspüren von Normen und Werten In Anlehnung an II, C4
    Spurensuche Spurensuche zu
    • Musik  
    • Literatur  
    • Lebensmitteln  
    • Verbindungen 
    Spurensuche zu
    • Internationalen Verbindungen des Ausbildungsbetriebes oder Wohnortes  
    • Herkunft des Tischnachbarn in der Gruppe  
    • Herkunft Lieblingskleidung, -musik, -essen der Auszubildenden 
    Födert die Eigeninitiative der Schülerinnen und Schüler und den Umgang mit verschiedenen Medien V, S.7
    Standpunkte und Konsensbildung TN beziehen zu Gerechtigkeits-themen verschiedene Stand-punkte, tauschen diese aus, schlüpfen in die Rollen der "Kontrahenten" und finden schließlich einen Konsens. Der Prozess wird dem Plenum beschrieben.

    Themen:

    • Redefreiheit  
    • Kinderarbeit 
    Kontroverse Themen wie:
    • Kann sich unsere Gesellschaft dauerhaft eine hohe Arbeits-losenquote leisten?  
    • Werden wir in der Zukunft eine Schattenwirtschaft wie die ärmeren Länder haben oder ist dies schon der Fall?  
    • Sollen alle Ausländer Deutsch-land verlassen, damit Deutsch-land den Deutschen "gehört"?  
    • Brauchen wir Fremdsprachen-unterricht in der Berufsschule? 
     
    Jugendliche sollen verstehen, dass Gerechtigkeitsthemen von verschiedenen Stand-punkten aus unterschiedlich bewertet werden können. Die Frage von Rechten und Pflichten spielt dabei eine große Rolle. IV, S. 130
    Stille Post Sieben TN gehen nach draußen. Die Verbleibenden schauen sich ein Bild an. Der Erste wird herein-geholt und schaut sich das Bild an, das nun verdeckt wird. Der Zweite kommt herein und ihm wird das Bild vom Ersten geschil-dert usw ... Der Letzte malt dann ein Bild mit den ihm übermittelten Informationen.

    Geeignet sind v.a. Karikaturen und Bilder, die Stereotype abbilden

      Verschiedene Sichtweisen, Wahrnehmungen und Schwer-punktsetzungen, auch Stereo-type und Ausblendungen wer-den deutlich In Anlehnung an XII, S. 117
    Tabellen Zum Beispiel:

    "Sag’ es mit Blumen – Wer verdient an einer Nelke aus Kolumbien?"

    Geeignet für praktisch alle Themen der ökologischen und der entwicklungsbezogenen Bildung Mit einem Blick einen Sachverhalt übersichtlich darstellen und (Sprechanlass) diesen dann thematisieren. III, S. 13
    Textumwandlung
    • Fiktives Interview mit einem Menschen der im Text vorkommt  
    • Bericht für eine Fachzeitschrift oder eine (fiktive) Schüler-zeitung  
    • Dreiminütige Tonreportage mit Nachrichtenteil, fiktiven Interviews, Kommentar, Musikeinblendungen etc.  
    • Brief an einen der Menschen im Text; oder Perspektiv-wechsel als Erzähler  
    • Einen Comic zum Text entwerfen 
     
    z.B.
    • "Gleiche Chancen?" (Text über Kinderarbeit)  
    • "Das Tier" (Gedicht von Manuel Bandeira) 
    Texte nicht einfach konsumieren sondern durch die Bearbeitung entweder einzelne Aspekte herausgreifen oder textsortenspezifisch umwandeln (adressatenbezogen); hieraus entstehen Perspektivwechsel X, S. 24

    I, S. 24

    Titelbild oder Plakat  literarischen Texten werden individuelle Hauptaussagen entnommen, Entwürfe werden entwickelt und diskutiert, einer davon in einem Bild / Plakat visualisiert Texte können Porträts von Migranten, Herstellungsprozesse von Waren, spezifische Dienst-leistungen in einem Land des Südens, Warenströme u.ä. darstellen Die Komplexität von Aussagen reduzieren und dann gemeinsam visualisieren – Aushandlungs- und Umsetzungsprozess reflektieren X, S. 24
    Wandzeitung eine Wandzeitung erstellen Zum Beispiel:
    • Haben (Straßen-)Kinder Rechte? (Bauchladenverkäufer; Schuhputzer, Autowäscher)  
    • Haben Jungarbeiter/ Auszubildende/ arbeitslose Jugendliche Rechte? 
    sich in die Situation anderer versetzen und darüber "öffentlich" berichten V, S. 14
    Werbeanzeige Sechs exemplarische Anzeigen von Hilfsorganisationen Marketing – Werbung (Ziele, Grundsätze, Sprache, Bilder etc.) Sensibilisierung, dass in solchen Anzeigen häufig Stereotype verfestigt werden IV, S. 91
    Witze und Anekdoten Die Gruppe erzählt sich gegen-seitig Witze, die Vorurteile gegen-über bestimmten Menschen oder Menschengruppen beinhalten. Ein Moderator / eine Moderatorin sorgt für die dabei notwendige und mögliche Neutralität. Ausser-dem wird herausgearbeitet, wann Vorurteile zu Diskriminierungen werden und wann ein Witz Menschen beleidigt und herabsetzt.   Macht eigene oder verbreitete Vorurteile bewusst. Witze entlasten und erlauben einen spielerischen Umgang mit Vorurteilen. VII, S. 124
    Zeittafel Zur Frage: Warum mussten nach dem 2. Weltkrieg Hun-derttausende von Menschen in Ländern Osteuropas ihre Heimat verlassen?

     

    Warum sind in den letzten dreißig Jahren Millionen von Menschen auf der Flucht (Flucht- und Migrations-bewegungen) Übersichtliche Darstellung historischer Verläufe; Um-wandlung von Sachtexten in eine übersichtliche Form  VI, S. 32
    Zeitungsartikel Hier vorgegeben:
    • "Terroristen oder Freiheits-kämpfer" 
    zwei Artikel über Krawalle im Stadtteil Lakeview
    Andere mögliche Themen:
    • Fairer versus konven-tioneller Handel  
    • Umweltschutz und Menschenrecht – eine neue Form des Neokolonialismus?  
    • Multinationale Konzerne – kann die Welt auf sie verzichten?  
    • Krieg und Frieden im Nahen Osten – wer sind die Opfer und wer die Täter? 
    Bewusstwerdung, dass es unterschiedliche Betrachtungs-weisen von ein und demselben Ereignis gibt, dass Nachtrichten oft aus nur einer Perspektive geschrieben sind und Emo-tionen wecken sollen; Pers-pektivwechsel IV, S. 94
      Ereignisse
    • Ereignis 1: Eine Gruppe bewaffneter Bürger geht in einer Stadt, die von Soldaten besetzt wird, gegen die Besatzer vor und vertreibt sie.  
    • Ereignis 2: Bau eines Kraftwerkes  
    • Ereignis 3:Mädchenalfabetismus 
     
      Perspektivwechsel; die hervorzurufende Reaktion ist vorgegeben und zwingt zur Einseitigkeit (vorübergehende Identifizierung) IV, S. 96
    Zukunftsbaum Brainstorming über aktuelle Verän-derung auf lokaler, nationaler oder globaler Ebene   Technik, die die möglichen künftigen Auswirkungen zu einer bestimmten Verän-derung im einzelnen zu untersuchen ermöglicht. IV, S. 209
    Zukunftsszenarien Szenarien (Aktuelle Themen), z.B.
    • Ethnischer Nationalismus  
    • globale Erderwärmung  
    • Hunger  
    • Drogenmissbrauch  
    • Migration  
    • Kriminalität  
    • Rassismus 
      Jugendliche sollen mit einer Vielzahl möglicher Stand-punkte zu aktuellen Themen, zu Wandel und Zukunft ver-traut werden. Sie sollen die Folgen dieser verschiedenen Standpunkte erforschen. IV, S. 201
    Zukunftswerkstatt Beispielsweise an den Themen

    "Unsere Zukunft"

    "Wie kann Entwicklung nachhaltig sein?"

      Zukunft nicht nur als bedrän-gend erleben, gegen Ohnmachts- und Überfor-derungsgefühle angehen, ökonomisches, ökologisches und politisches Leben verknüpfen, konkrete Schritte für Zukunftsfähigkeit (Agenda 21) entwickeln II, C11

    Phase III Ergebnisse präsentieren / Miteinander oder zum Thema verbleiben / Auswerten
     
    Methode Kurzbeschreibung Berufsbezug/Sozialisation Ziel Quelle
    Blitzlicht Jede/r hat 2 Minuten Zeit um zu sagen, was ihn beeindruckt oder zum Weiterdenken veranlasst hat und welche Fragen offen geblieben sind.

    Variation: auf Zetteln notieren lassen

      Alle Teilnehmer kommen zu Wort II, D1
    Feedback  … mit Satzanfängen

    Beispiele:

    • "Mir hat gefallen, dass…"  
    • "Mich hat betroffen gemacht, dass…"  
    • "Für mich war neu, dass …"  
    • "Mich hat besonders interessiert, wie …"  
    • "Ich wüsste gern noch mehr über …" 
      Strukturierte Rückmeldung der TN entlang von Leitsätzen; alle TN bekommen Gelegenheit zur Kommentierung; gemeinsame Endauswertung II, D2
      mit Rückmeldebogen
    • zum Ankreuzen  
    • mit offenen Fragen  
    • mit Skalen, die Gewichtung ermöglichen 
      Differenzierte Rückmeldung der TN entlang von Leitfragen, individuelle Auswertung II, D3
    Galeriemethode Lernplakate, Mind-Maps oder andere Ergebnisse werden an der Wand aufgehängt und von den TN begutachtet, die sich Notizen machen und ihre Wahrnehmungen anschließend schildern   Lernergebnisse werden in ihrer Vielfalt in Darstellung und Inhalt in der Gruppe wahrgenommen und gewürdigt. X, S. 29
    Kleingruppenarbeit TN schreiben in Stichworten auf, was in der Veranstaltung für sie bedeutsam war. In Dreiergruppen tauschen sie sich über gemeinsame Interessen aus und erörtern mögliche Konsequenzen, z.B. Handlungsvorschläge. Die Ergebnisse werden im Plenum vorgestellt, konkrete weitere Schritte können vereinbart werden.   Zusammenfassung wesentlicher persönlich bedeutsamer Impulse; Anwendungsmöglichkeiten im eigenen Umfeld ergründen; Besprechung des weiteren Vorgehens II, D5
    Quadranten bilden (s.o.) Zur Auswertung /Zwischenbilanz einer Veranstaltung:
    • "Ich habe von der VA erwartet und gefunden …  
    • "Ich habe von der VA erwartet und nicht gefunden …"  
    • "Ich habe nicht von der VA erwartet und gefunden …"  
    • "Ich habe nicht von der Veranstaltung erwartet und nicht gefunden…" 
         
    Stafettenpräsentation Die erste Arbeitsgruppe präsentiert ihr Ergebnis. Arbeitsgruppe 2 geht zuerst kurz auf das Ergebnis der Gruppe 1 ein (was hat beeindruckt, was ist besonders gelungen, hat die Gruppe andere Schwerpunkte gesetzt...),erst dann wird die eige-ne Lösung präsentiert. Usw. Gruppe Eins geht zum Schluß auf die Ergebnisse der ersten Gruppe ein. Die Präsentation von Arbeitsergebnisse gehört zu den beruflichen Schlüsselqualifikationen Die Ergebnisse bleiben nicht ohne Resonanz, ohne dass sich die Gesamtgruppe am Feedback beteiligt. So wird jede Gruppe einmal in die Pflicht genommen zu kritisieren und lernt die Kritik der anderen TN anzunehmen. X, S. 29
    Stellung beziehen Kreuz auf dem Boden installieren (mit Tesakrepp, Faden oder Kreide). Je nach Einschätzung der Veran-staltung Position einnehmen. Pole:
    • Methodisch anregend / eher langweilig  
    • Viel Neues gelernt/wenig Neues gelernt 
        II, D4

    Verantwortlich: Barbara Toepfer E-Mail
     
     

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