|
|
Hessisches Landesinstitut für Pädagogik (HeLP)Globales LernenArbeitsvorhaben Ökologische Bildung und Globales Lernen |
|
|
Phase I Kennenlernen / Sensibilisieren
Phase II Problematisieren/ Vertiefen
Phase III Ergebnisse präsentieren / Miteinander oder zum Thema verbleiben / Auswerten
(Anmerkung: TN = Teilnehmerinnen und Teilnehmer)
weitere Angebote auf dieser Homepage auf der ABC - Liste anklicken:
http://www.globlern21.de/abc.html
Stationenlernen und Lernzirkel
Internet als Methode Globalen Lernens
Arbeit mit Karikaturen
| Methode | Kurzbeschreibung | Berufsbezug/Sozialisation | Ziel | Quelle
genauer Auskunft per Mail b.toepfer@help.hessen.de |
| Assoziation | Thema:
Vorurteile – Rassismus
|
|
Unbefangenes Aussprechen von Vorurteilen; Nachdenken über Funktionen und Erleben von Diskriminierung | VII, S. 65 |
| Karikatur | Zum Thema
"Verschuldung Lateinamerikas":
An einem Mobile hängen viele unterernährte Menschen und ein fettes Dollarzeichen – die beiden Seiten halten sich die Waage. |
Kann als Einstieg
verwendet werden für Themen wie:
|
Die Konfrontation mit karikieren-den Darstellungen von Sachver-halten provoziert Zustimmung und Widerspruch und emotionalisiert die Gruppe – eine gute Basis den Hintergründen und Fakten nachzuspüren. | V, S. 37 |
| Kleingruppenarbeit | Zum Thema
Grundrechte
Rechte I: "Was sind Menschen- und Bürgerrechte?" Selbst formulierte Erwartungen werden – auf der Basis des Grund-gesetzes – in Rechte umformuliert. Die Gruppenprozesse werden reflektiert. (Rechte II und III s."Phase II" der Tabelle) (Betzavta) |
Beitrag zur Sozialisation der Jugendlichen als aktive Mitbürger(innen) einer demokratischen Gesellschaft | Lernen, die eigenen Bedürfnisse und die anderer wahrzunehmen und zu erkennen, wann sich daraus Rechte ableiten lassen. Überprüfen der Gültigkeit dieser Rechte für andere Mitglieder einer Gemeinschaft und Erkennen von Widersprüchen. | XI, S. 71-83 |
Zu den Themen:
|
Als Einstieg
zur Thematisierung von Fragen wie:
|
Erkennen des Unterschieds zwischen gleichen Rechten und gleichen Chancen; Erfahren der Möglichkeiten und Grenzen der politischen Gleichberechtigung in einer demokratischen Gesellschaft; Erfahren unter welchen Bedingun-gen (demokratische) "Spielregeln" eingehalten werden. | XI, S. 103-112 | |
Zu den Themen:
|
Als Einstieg
zu Themen wie:
|
Kennenlernen der vier Schritte der demokratischen Entscheidungs-findung | XI, S. 123-136 | |
| Kulturgegenstände | Die Gegenstände sollten in einem Bezug zum Thema stehen. Die TN bilden einen Stuhlkreis, in dessen Mitte die Objekte gelegt werden. Die TN werden aufgefordert sich einen Gegenstand zu nehmen und über ihn Vermutungen anzustellen. | Produkte aus
den Ausbildungs-betrieben
|
Ganzheitliches lebendiges Lernen; konkrete Anschauung des Alltagslebens; Einbeziehung der TN | II, B12 |
| Lebensbaum | TN erhalten
Blatt mit Baumumriss. Jeder TN ergänzt die Aussagen, z.B.:
|
(Zusätzliche)
Fragen zu Themen-bereichen wie:
|
Gemeinsamkeiten und Unter-schiede über viele Kulturen hinweg erfahren; deutlich machen, dass Normen und Werte einem ständigen Wandel ausgesetzt sind. | In Anlehnung an VII, S. 96 |
| Pantomine | TN schreiben das, was ihnen zum Land einfällt, auf Kärtchen. Sie werden umgedreht, in die Mitte gelegt und gemischt. Kleingruppen bilden sich und nehmen jeweils 3-6 Karten. Sie ziehen sich zurück und bereiten in 15 Minuten zu mindes-tens einem der Begriffe eine panto-mimische Darstellung vor, die sie aufführen. | An Urlaubserlebnissen, Klassenfahrten ins Ausland oder Kontakten mit ausländischen Kunden/ Geschäftspartnern anknüpfen. | Vorstellungen zum Partnerland kennenlernen; TN mit dem Thema in Berührung bringen; TN aktivieren durch Fantasie und Bewegung. | B11 |
| Regeln | "Warming up/
Aufstellen von Regeln"
|
Auch die Kommunikation im Team / in der Abteilung oder mit Geschäfts-partnern und Kunden aus dem In- und Ausland folgt bestimmten Regeln. Welchen? Wie könnte in problematischen Situationen ver-fahren werden? Wie kann ich solchen Situationen vorbeugen? ("Global Business Behaviour") | VII, S. 67 | |
| Schaubild | Schaubild
(Bilder, Texte) ."Stell dir vor du wärst ... auf der Flucht".
Fünf Gegenstände darf der Flüchtling mitnehmen – aber kein
Haustiere, elektrischen Geräte und Walkman.
|
Führt
zu Fragen hin wie:
|
Der komprimiert dargestellte Sachverhalt lässt viele zu stellende Fragen offen, die mit anderen Methoden weiter vertieft werden können. | VI, S. 23 |
| Spiele | Assimilierungsspiel
Ein Drittel der Gruppe wird zu X-Menschen, denen ein Schild ange-heftet wird. Die Großgruppe erhält eine Tüte Salzbrezeln, von der sie der X-Gruppe nichts abgibt. Das Überleben der X-Gruppe hängt von diesen Brezeln ab. Sie können indi-viduelle oder kollektive Handlungsstrategien entwickeln. Gruppenprozesse und individuelle Strategien/ Handlungen werden reflektiert. |
Auf die Lebenssituation
der TN in Deutschland beziehen: "Viel Habende" und "Wenig Habende".
Ausbildungssituation: Was haben Arbeitgeber und / oder ausgelernte Mitarbeiter was Ausbzubildende nicht haben? Und wie können sie an die "Brezeln" kommen? |
Sensibilisierung für Handlungsstrategien und deren Motive von Migranten/ Asylbewerbern | VII, S. 65 |
| Eisbrecherspiel
Zwei gleich große Kreise gehen je-weils im anderen Sinn; der Spielleiter lässt sie anhalten und die sich gegenüber stehenden Partner erzählen sich; verschiedene Themen erfordern verschiedene Runden; Variationsmöglichkeiten:
|
Bezogen auf
die Ausbildungssitua-tion oder die berufliche Zukunft z.B.
|
Lockert Gruppenatmosphäre auf, dient als Türöffner für weitere Gruppenübungen; eignet sich besonders auch für multikulturell zusammengesetzte Gruppen | VII, S. 87 | |
| Identität
der Kartoffel
Jede(/r) TN wählt aus einer Tüte eine Kartoffel und stellt sie der (Klein)Gruppe wie eine Freundin oder einen Freund vor. Dann kommen alle Kartoffeln in die Mitte. Sind alle Kartoffeln gleich? Worin unterscheiden sie sich? Was ist das Besondere an jeder Einzelnen und wie gehe ich damit um? |
Produkte aus dem Berufsfeld der Auszubildenden nehmen, mit denen sie täglich in ihrem Betrieb zu tun haben (ungeeignet: völlig identische Produkte) und die sie möglichst selbst gefertigt haben. | Die Beschäftigung mit einem anderen Produkt der Natur erlaubt den Transfer zu Menschen (Analogien Kartoffel-Mensch) und soll vermitteln, dass TN erst genau hinsehen müssen, bevor sie urteilen und Schlüsse ziehen. Außerdem lernen Auszubildende die Produkte anderer (konkurrierender) Ausbildungs-betriebe zu respektieren und die Arbeit anderer Auszubildender anzuerkennen. | VII, S. 100 | |
| "Stand"Punkte | Spielleiter(in)
kennzeichnet gegenüberliegende Raumenden mit "Ich stimme zu" und "Ich
stimme nicht zu", die Mitte als "Ich kann mich nicht entscheiden". Entsprechend
der Aussagen ordnen sich Teilnehmer zu.
Beispiele:
|
Die Fragen werden der Ausbildungssituation ange-passt zu Themen aus der Menschenrechts-, der Friedens-, der entwicklungsbezogenen und/oder der ökologischen Bildung entwickelt. | Die Teilnehmer wechseln ihren Standpunkt und damit ihre Gruppenzugehörigkeit ständig. Sie machen die Erfahrung, mit wenigen oder alleine zu stehen. | In Anlehnung an VI, S. 113 |
| Stehcafé | (Bistro-)Tische
werden mit Geschirr und Getränken / Kuchen gedeckt. Jeder Tisch wird
mit einer Karte versehen mit Satzanfängen wie:
|
Bezug zwischen Thema der Stunde / Einheit zum Berufsfeld, Aus-bildungsrahmenplan, beruflichen Plänen und Perspektiven der Auszubildenden und Schüler/innen herstellen | v.a. bei zu erwartenden Verspätungen der Teilnehmer; TN werden auf das Thema eingestimmt; Äußerungen können später wieder aufgegriffen werden; TN lernen gleich am Anfang mehrere Personen kennen. | |
| Stehkreis | Thema:
Persönliche Merkmale
Aufforderung in den Kreis zu treten wenn TN
|
Sich kennenlernen in multikulturellen Klassen; in heterogenen Gruppen | Zusammensetzung der TN kennenlernen; Anfangs-atmosphäre auflockern; Meinungen erkunde; Gemeinsamkeiten entdecken. | II, B1 |
| Stuhlkreis | Thema:
Bedeutung der Namen
Namen haben in anderen Gesell-schaften oft eine größere Bedeutung als bei uns. (Beispiele)
|
Small Talk im Geschäftsleben: Über Namen des Gesprächspartners / der Gesprächspartnerin mehr erfahren über die Lebenssituation des Gegenübers. | Gesamtatmosphäre positiv beeinflussen; jedem TN das Gefühl geben wichtig zu sein; einführen in die Kultur des Gastlandes/ Partnerlandes | II, B3 |
Phase
II Problematisieren/ Vertiefen
| Methode | Kurzbeschreibung | Berufsbezug/Sozialisation | Ziel | Quelle |
| Alfabet | Aus den Aussagen eines Textes oder Problemlösungsvor- ein Alphabet erstellen | Das
|
Kreatives Erstellen eines Handlungskatalogs | V, S. 17 |
| Bild | Jeder TN nimmt sich ein Bild aus einem Stapel und kommentiert es auf einem Blatt positiv. Blatt (verdeckt) und Bild gehen an den Nachbarn weiter, der das Bild negativ kommentiert; usw. Zum Schluß werden die Kommentare besprochen und der Prozess reflektiert. | Bilder von beruflichen (Gesprächs) Situationen, aus dem gesellschaft-lichen und geografischen Umfeld von (Geschäfts-)Partnern, von Produktionsabläufen etc. | Wahrnehmen,
dass es zu jedem Bild positive und negative Assoziationen gibt. Eine Bildaussage
ist nie wertfrei und soll sie in der Regel auch nicht sein.
Ausserdem werden durch die Reflexion Stereotype und die verborgene Botschaft des Bildes thematisiert. |
VII, S. 69 |
| Diagramm | Aus einem Text und einem Bild sowie einer Tabelle ein (Klima)Diagramm erstellen. | Sachtexte aus berufsbezogenem oder allgemeinbildendem Unterricht | Diagramme sind ein nützliches Instrument zur Visualisierung von Sachinformationen und dem Herausstellen von Trends | V, S. 19 |
| Diskussion | Beispiel:
"Situation der Kurden" Experte/Expertin vermittelt Wissen und berichtet über eigene Erfahrungen. Die TN diskutieren darüber. Prozess und Emotionen werden in der Gruppe besprochen |
Wie diskutiere ich mit (ausländischen) Geschäftspartnern bei Geschäftsverhandlungen oder beim informellen Beisammensein? Wie verhalte ich mich bei persönlich oder politisch heiklen Themen? | Auseinandersetzung mit einem bestimmten Thema nach vorgegebenen Regeln, die für alle Beteiligten akzeptabel sind | VII, S. 66 |
| Expertenbefragung | Externe Experten können neue, weiterführende Aspekte in einen Themenbereich einbringen. Das Formulieren derr Fragen an die Experten bedeutet bereits eine Beschäftigung mit dem Thema. | Themen z.B.:
|
Perspektivwechsel; Erweiterung des Wissens über ein Verhaltensrepertoire | X, S. 29 |
| Fallbeispiel | An einem interkulturellen Konfliktbeispiel (Selma sagt erst ihre Teilnahme an einer Geburtstagsfeier zu und dann wieder ab) werden in Gruppenarbeit Wege der Konfliktlösung entwickelt (vier verschiedene Strategien sind verdeckt vorgegeben) und dann vorgespielt. | Beispiele aus dem interkulturellen Management, dem "Global Business Behaviour", dem Umweltschutz etc. | Sich in die
vier Strategien hineindenken:
|
VII, S. 132 |
Als Entwicklungshelfer(in)
in einem Gastland. Kurze Beispiele werden in Dreiergruppen
bearbeitet.
|
Zu Gast zum Abendessen bei einem Geschäftspartner | TN in die Situation im Gastland einbeziehen, sie für den Erlebnisbericht öffnen, die Bedeutung kultureller Grenzen aufzeigen und das Bewusst-sein für kulturelle Prägungen stärken | II, C2 | |
| Fish Bowl | Die Gruppensprecher
sitzen in einem Innenkreis, ein Platz bleibt frei. Die Mitschüler
verfolgen im Außenkreis die Diskussion. Die Lehrkraft oder ein(e)
S moderiert. Wer aus dem Außenkreis mitreden möchte, setzt sich
für die Länge des Redebeitrags auf den freien Stuhl.
|
Zur Auswertung von Gruppenarbeiten; zur geregelten Diskussion eines kontroversen Sachverhaltes in der Gruppe oder im Ausbildungsbetrieb | Diskutieren vor Publikum; sich Zurückhalten mit der eigenen Meinung im Außenkreis und die Diskussion verfolgen; eine Diskussion nach Regeln durchführen | X, S. 28 |
| Fragebogen | die Schülerinnen und Schüler werden selbst zu Befragten; sie tauschen die Ergebnisse miteinan-der aus | z.B. in der
politischen Bildung
|
I, S. 29
I, S. 19 V, S. 43 |
|
| Gedicht | z.B. "Das
Tier" von Manuel Bandeira
kann kommunikativ oder mit schriftlichen Methoden bearbeitet werden |
Als Einstieg
in Themen wie
|
Erhältlich in der Schulberatungsstelle | |
| Gegenüberstellungen | Lebensstile, Zukunftsperspektiven, Ansichten, religiöse Überzeugungen u.ä. werden einander gegenüber-gestellt (schriftlich, mündlich, bildhaft ...) | dient vor allem der Persönlichkeitsbildung der Jugendlichen, deren Begleitung Aufgabe von beruflicher Schule ist | Vergleiche anstellen und Resumées daraus ziehen; Perspektivwechsel | V, S. 12 |
| Gesetze | Für eine
zukünftige Welt werden Gesetzesvorschläge unterbreitet.
TN schlüpfen in die Rolle von Gesetzgebern einer Weltregierung und bearbeiten die vorliegenden Gesetzesvorschläge. |
|
Jugendliche sollen überlegen, in welcher Art von Gesellschaft sie gerne in 20 Jahren leben würden. Sie sollen die Möglichkeiten der Gesetzgebung erforschen, positive Veränderungen für die Zukunft zu schaffen. | IV, S. 204 |
| Geschichten | Geschichten
zu Bildern erfinden lassen
Gruppen von drei bis vier TN erhalten jeweils einen Satz von max. 8 Bildern, die in jeder Gruppe die gleichen sind. Sie machen aus diesen Bildern eine fortlaufende Geschichte und ergänzen Bilder, Namen und die Überschrift. Die einzelnen Gruppen tragen vor und stellen Vergleiche an.
|
|
Vorwissen klären; Neugier auf späteres Thema wecken; Fantasie und Empathie der TN fördern; Interessen der TN mit einbeziehen | II, B13 |
| Grafiken | Grafiken auswerten oder erstellen | Statistiken
über
|
sich Informationen erarbeiten können; Umgang mit Statisti-ken erlernen | X, S. 24 |
| Gruppenarbeit | Beispiel:
Der Verhältnis von Mehrheit und Minderheit oder: "Fünf Wege, mit einer Minderheit umzugehen" (Betzavta)
|
Betriebliche
Entscheidungen, die bspw. Personalangelegenheiten oder Konflikte/ Probleme
betreffen und die von möglichst vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
mitgetragen werden sollen, wie:
|
Mehrheitsentscheidungen führen in der Regel zu keinen tragfähigen Entscheidungen. Alternativen werden eingeübt. | XI, S. 50-72 |
| Gruppenpuzzle | Arbeitsteilige Expertengruppen erarbeiten verschiedene Aspekte eines Themenbereichs. Danach werden die Gruppen neu gebildet, so dass in jeder Gruppe mindestens ein Experte des jeweiligen Themenbereichs sitzt. In jeder Gruppe wird dann ein Lernplakat erstellt. | Themen wie
|
Umgang mit Komplexität; gegenseitiges Respektieren als "Experten" | X, S. 24 |
| Karikatur / Cartoon | Zum Beispiel:
"Die Welt ist gerecht" (Fischekarikatur) |
|
Jugendliche sollen erkennen, dass es eine Vielzahl von Betrachtungsweisen für jede Situation gibt, und dass bestimmte Gruppen von Ungerechtigkeiten, die anderen angetan werden, profitieren. | IV, S. 133 |
| Kleidungsstücke | Bilder von
Kleidungsstücken von TN nach bestimmten Kriterien ordnen lassen, z.B.Oberbegriffen,
Herkunft, Fasern, Stilen. Thematisch vertiefen, z.B.
|
Am Thema "Kleidung" (Berufs-, Freizeit-, Schuluniform etc.) die Bedeutung von Kleidung für die eigene Identität, Gruppen-zugehörigkeit, Status usw. thematisieren | Globale Hintergründe von alltäglichen Gegenständen entdecken; Einsicht in Strukturen globaler Warenproduktion und –ströme gewinnen; eigenen Konsumstil bewusst machen und hinterfragen; Hand-lungsalternativen erörtern | II, C7 |
| Kleingruppenarbeit | Grundrechte
II und III
|
s.o. ("Kleingruppenarbeit" Phase I) | s.o. | XI, S. 84-96
XI, S. 95-104 |
Fortsetzung
von Phase I "Vor-urteile-Rassismus" (Assozia-tionen)
|
Erweiterung
des Themas "Kommunikationspolitik"
|
|
VII, S. 65 | |
| Kreuzworträtsel | Informationsblätter dienen der Erstellung von Kreuzworträtseln; werden Mitschülern zur Auflösung vorgelegt | Texte zu Themen des Globalen Lernens | fragen statt
konsumieren;
Schwerpunkte im Text setzen. |
X, S. 24 |
| Kugellagermethode (Doppelkreis) | Schüler bilden Innen- und Außenkreis und setzten sich paarweise gegenüber. Einstellungen, Informationen, Ergebnisse werden 3-5 Minuten lang ausgetauscht, dann rückt der Außenkreis weiter und der Austausch beginnt erneut | Zu allen Themen
des Globalen Lernens
Zum Austausch über ein Problem / ein umstrittenes Thema in der Gruppe |
Ermöglicht kurzen und intensiven Austausch mit der Hälfte der Teilnehmer einer Gruppe; ein vielfältiges Meinungsbild kann entstehen. | X, S. 28 |
| Kulturbeutel | Beutel aus Stoff oder Papier werden mit Gegenständen oder Abbildungen von Gegenständen und Menschen aus dem Gast- oder Partnerland gefüllt und an die Teilnehmer verteilt. Der Reihe nach werden die Objekte ausgepackt und der Besitzer assoziiert weitere Begriffe damit, die notiert und plakatiert werden. | Gegenstände aus den Ausbildungsbetrieben (Produkte, Abbildungen von Dienstleistungen) die im Weltkontext stehen; Gegenstände aus dem Herkunftsland der Partner/ Gäste | Ermöglicht sinnliche Wahrnehmung und Konzen-tration auf einzelne Objekte; die Fantasie und das Wissen der Teilnehmer sind gefragt | Schulberatungsstelle |
| Lernplakat | über Lernplakate werden Zwischen-ergebnisse sichtbar gemacht und begleiten den weiteren Lernprozeß | Ergebnisse visualisieren | X, S. 24 | |
| Mind Map |
|
Auswirkungen
der Globalisierung auf die Menschen und die Umwelt darstellen, an Themen
wie
|
Umgang mit Komplexität | X, S. 24
II, B 9 |
| Perspektiv(en)wechsel | "Stellen Sie sich vor Sie bekommen Besuch aus Westafrika. Was könnte der Besucher bei uns für entwick-lungsbedürftig halten?" Gedanken werden von TN auf Kärtchen notiert. Anschließend wird die Geschichte: "Mama-dou, der Experte für ländliche Entwicklung, in einem deutschen Dorf" vorgelesen. Die Ergebnisse und Eindrücke werden ausgetauscht | Der erste Teil der Übung kann sich auf den Besuch von Geschäftspartnern im Ausbildungsbetrieb oder im Wohnort der Auszubildenden bzw. TN beziehen | Den Begriff "Entwicklung von der anderen Seite anschauen; kreative Fantasie zur gesellschaftlichen Ver-änderung aktivieren; Ziele der Entwicklungszusammen-arbeit auf Deutschland anwenden. | II, C3 |
| Produkte | Zu einem Produkt
(z.B. Kokos, Kakao, Kautschuk, Erdöl, Baumwolle etc.) Gegenstände
sammeln, in denen das Ausgangsprodukt enthalten ist oder die aus ihm gemacht
sind. Informationen über Herstellung, Verarbeitung und Vermarktung
sammeln; Rezepte, Musik o.ä. zur weiteren Bearbeitung besorgen.
Mit Hilfe von Geschichten, Dias, Kochexperimenten o.ä. die vielfältigen Verflechtungen unseres Lebens verdeutlichen |
Wie abhängig ist mein Ausbildungs-betrieb / meine Branche von Produkten aus Ländern des Südens und des Ostens? Was sind wir bereit für diese Produkte zu geben? | Informationen vermitteln über die Herkunft alltäglicher Produkte; globale Zusammen-hänge im Alltag erkennen und hinterfragen; TN ganzheitlich ansprechen | II, C6 |
| Pro und Contra | Eine These wird vorgelesen. Auf einem vorbereiteten Kreuz auf dem Boden stellen sich die Teilnehmer auf, je nachdem ob sie der Behauptung voll, wenig oder gar nicht zustimmen. TN werden direkt angesprochen, warum sie dort stehen. | Zum Beispiel:
|
Meinungen erfragen, TN miteinander in Kontakt bringen, offene Fragen definieren | II, B8 |
| Projekte | Rechte.
Vorgezeichnete Projekte zu den Themen:
|
Jugendliche sollen Überlegen, ob bestimmte Rechte Vorrang vor anderen haben sollten. Sie sollten darüber nachdenken, wie die verschiedenen Rechte miteinander verknüpft sind. | IV, S. 135 | |
| Quadranten | zu einem Thema, z.B. "Menschenwürde", wird ein Meinungsbild erstellt. Die TN schreiben zu vier verschiedenen Situationen ihre Erfahrungen auf. Diese werden auf vier verschiedenen Pinnwänden befestigt und vorgelesen und besprochen. | Konkretisierung:
Eine Situation, in der
|
Ein Sachverhalt wird von verschiedenen Seiten beleuch-tet | I, S. 10 |
| Regeln | Regeln erstellen | Regeln
|
TN sollen über Ungerechtigkeiten in ihrer Schule / ihrem Betrieb / ihrem Zuhause nachdenken und einen Veränderungskatalog erstellen, der zu mehr Gleichheit und Gerechtigkeit führt | IV, S. 128 |
| Reiseplanung | Informationen über das Land einholen und dann die Stationen einer Reise planen | eine Informationsreise in ein Partnerland planen, um künftig die Sachbearbeitung für den Einkauf oder Verkauf in einem bestimmten Land/ einer bestimmten Region übernehmen zu können | Lernfelder erschließen, die in einer sich globalisierenden Wirtschaft von berufsqualifi-zierender Relevanz sind | V, S. 9 |
| Rollenspiele | Kurze Spieldauer;
Spieler denken über Rollen nach;
Zuschauer und Spieler tauschen sich über Verlauf, Lösungsansätze und Gefühle aus |
Situationen
können sich auf die betriebliche/ berufliche Realität beziehen;
z.B.
|
Perspektivwechsel; Problem-/Konfliktlösung | X, S. 28 |
| Begrüßung in einer multikulturellen Gesellschaft | Übung für "Global Business Behaviour" | Teilnehmer lernen unterschied-liche Riten kennen, versetzen sich in eine Person anderer Her-kunft, können sich identifizie-ren und die Gültigkeit von Werten und Normen reflek-tieren sowie kulturelle Grenzen wahrnehmen und achten | II, C12 | |
| Bei Familie
Torres in Lima/ Peru
Die Rollen sind vorgegeben. Die Familie geht mit begrenztem Budget einkaufen. Die Preise sind bekannt. Die TN stellen einen Wirtschafts- und Einkaufsplan auf. Die Familiensituation wird diskutiert. Vergleiche mit Deutschland werden gezogen. |
In peruanische Familiensituation hineinversetzen; Sensibilität für alltägliche Besorgungen und Preise erhöhen; Fragen globaler Gerechtigkeit erörtern; eigenen Lebensstil hinterfragen | II, C9 | ||
| Spiele | "Ecuadorspiel"; Spieler werden in "reich" und "arm" aufgeteilt; unterschiedliche Ereignisfelder für die Reichen und die Armen be-stimmen den Verlauf | Konfrontiert mit Lebens-realitäten im Land und erzeugt Identifizierung | V, S. 31 | |
| Eine Entdeckerreise durch Lateinamerika; mit Fragen und Antworten zum Land | Landeskunde über ein mögliches Partnerland des Ausbildungs-betriebes | Vermittelt im Spiel Kenntnisse | V, S. 39 | |
| Fragespiel
zum
Thema Kaffee
Fragen und korrekte Antworten sind vorgegeben. Eine Schieds-richterin wird ausgewählt Die TN gehen in zwei Gruppen. Der Punkt für die richtige und schnellste Antwort geht an die Gruppe, die Gelegenheit hat sich zu jeder Frage zu beraten. |
Weitere Themen:
|
Lebendige Einführung in das Thema, Vorwissen wird abgefragt und die Fragehaltung der TN gestärkt. Falsche Antworten können vertieft bearbeitet werden. | In Anlehnung an II, B10 | |
| "Mensch ärgere dich nicht" wird gespielt, anschließend die Charakteristika notiert und ausgetauscht | Transfer zu
Fragen wie
|
Spiele locken Teilnehmer aus der "Reserve" und ärgern oder erfreuen. Die Regeln, nach denen sie gespielt werden, und die Emotionen, die sie provo-zieren, können thematisiert werden. Fragen nach "Ge-rechtigkeit", "Ehrlichkeit", Fairness" usw. entstehen und können die Brücke bilden zu Themen des Globalen Lernens. | I, S. 22 | |
| Sprichwörter | Die vorgegebenen
verschrift-lichten Sprichwörter werden in Kleingruppen ergründet.
Ähnliche deutsche Sprichwörter werden gesucht.
Ableitung: in multikulturellen Gruppen bringen die TN selbst die Sprichwörter ein. |
Von einem anderen Menschen-bild und anderen Lebensein-stellungen erfahren; Erspüren von Normen und Werten | In Anlehnung an II, C4 | |
| Spurensuche | Spurensuche
zu
|
Spurensuche
zu
|
Födert die Eigeninitiative der Schülerinnen und Schüler und den Umgang mit verschiedenen Medien | V, S.7 |
| Standpunkte und Konsensbildung | TN beziehen
zu Gerechtigkeits-themen verschiedene Stand-punkte, tauschen diese
aus, schlüpfen in die Rollen der "Kontrahenten" und finden schließlich
einen Konsens. Der Prozess wird dem Plenum beschrieben.
Themen:
|
Kontroverse
Themen wie:
|
Jugendliche sollen verstehen, dass Gerechtigkeitsthemen von verschiedenen Stand-punkten aus unterschiedlich bewertet werden können. Die Frage von Rechten und Pflichten spielt dabei eine große Rolle. | IV, S. 130 |
| Stille Post | Sieben TN
gehen nach draußen. Die Verbleibenden schauen sich ein Bild an. Der
Erste wird herein-geholt und schaut sich das Bild an, das nun verdeckt
wird. Der Zweite kommt herein und ihm wird das Bild vom Ersten geschil-dert
usw ... Der Letzte malt dann ein Bild mit den ihm übermittelten Informationen.
Geeignet sind v.a. Karikaturen und Bilder, die Stereotype abbilden |
Verschiedene Sichtweisen, Wahrnehmungen und Schwer-punktsetzungen, auch Stereo-type und Ausblendungen wer-den deutlich | In Anlehnung an XII, S. 117 | |
| Tabellen | Zum Beispiel:
"Sag’ es mit Blumen – Wer verdient an einer Nelke aus Kolumbien?" |
Geeignet für praktisch alle Themen der ökologischen und der entwicklungsbezogenen Bildung | Mit einem Blick einen Sachverhalt übersichtlich darstellen und (Sprechanlass) diesen dann thematisieren. | III, S. 13 |
| Textumwandlung |
|
z.B.
|
Texte nicht einfach konsumieren sondern durch die Bearbeitung entweder einzelne Aspekte herausgreifen oder textsortenspezifisch umwandeln (adressatenbezogen); hieraus entstehen Perspektivwechsel | X, S. 24
I, S. 24 |
| Titelbild oder Plakat | literarischen Texten werden individuelle Hauptaussagen entnommen, Entwürfe werden entwickelt und diskutiert, einer davon in einem Bild / Plakat visualisiert | Texte können Porträts von Migranten, Herstellungsprozesse von Waren, spezifische Dienst-leistungen in einem Land des Südens, Warenströme u.ä. darstellen | Die Komplexität von Aussagen reduzieren und dann gemeinsam visualisieren – Aushandlungs- und Umsetzungsprozess reflektieren | X, S. 24 |
| Wandzeitung | eine Wandzeitung erstellen | Zum Beispiel:
|
sich in die Situation anderer versetzen und darüber "öffentlich" berichten | V, S. 14 |
| Werbeanzeige | Sechs exemplarische Anzeigen von Hilfsorganisationen | Marketing – Werbung (Ziele, Grundsätze, Sprache, Bilder etc.) | Sensibilisierung, dass in solchen Anzeigen häufig Stereotype verfestigt werden | IV, S. 91 |
| Witze und Anekdoten | Die Gruppe erzählt sich gegen-seitig Witze, die Vorurteile gegen-über bestimmten Menschen oder Menschengruppen beinhalten. Ein Moderator / eine Moderatorin sorgt für die dabei notwendige und mögliche Neutralität. Ausser-dem wird herausgearbeitet, wann Vorurteile zu Diskriminierungen werden und wann ein Witz Menschen beleidigt und herabsetzt. | Macht eigene oder verbreitete Vorurteile bewusst. Witze entlasten und erlauben einen spielerischen Umgang mit Vorurteilen. | VII, S. 124 | |
| Zeittafel | Zur Frage:
Warum mussten nach dem 2. Weltkrieg Hun-derttausende von Menschen in Ländern
Osteuropas ihre Heimat verlassen?
|
Warum sind in den letzten dreißig Jahren Millionen von Menschen auf der Flucht (Flucht- und Migrations-bewegungen) | Übersichtliche Darstellung historischer Verläufe; Um-wandlung von Sachtexten in eine übersichtliche Form | VI, S. 32 |
| Zeitungsartikel | Hier vorgegeben:
|
Andere mögliche
Themen:
|
Bewusstwerdung, dass es unterschiedliche Betrachtungs-weisen von ein und demselben Ereignis gibt, dass Nachtrichten oft aus nur einer Perspektive geschrieben sind und Emo-tionen wecken sollen; Pers-pektivwechsel | IV, S. 94 |
Ereignisse
|
Perspektivwechsel; die hervorzurufende Reaktion ist vorgegeben und zwingt zur Einseitigkeit (vorübergehende Identifizierung) | IV, S. 96 | ||
| Zukunftsbaum | Brainstorming über aktuelle Verän-derung auf lokaler, nationaler oder globaler Ebene | Technik, die die möglichen künftigen Auswirkungen zu einer bestimmten Verän-derung im einzelnen zu untersuchen ermöglicht. | IV, S. 209 | |
| Zukunftsszenarien | Szenarien
(Aktuelle Themen), z.B.
|
Jugendliche sollen mit einer Vielzahl möglicher Stand-punkte zu aktuellen Themen, zu Wandel und Zukunft ver-traut werden. Sie sollen die Folgen dieser verschiedenen Standpunkte erforschen. | IV, S. 201 | |
| Zukunftswerkstatt | Beispielsweise
an den Themen
"Unsere Zukunft" "Wie kann Entwicklung nachhaltig sein?" |
Zukunft nicht nur als bedrän-gend erleben, gegen Ohnmachts- und Überfor-derungsgefühle angehen, ökonomisches, ökologisches und politisches Leben verknüpfen, konkrete Schritte für Zukunftsfähigkeit (Agenda 21) entwickeln | II, C11 |
Phase
III Ergebnisse präsentieren / Miteinander oder zum Thema verbleiben
/ Auswerten
| Methode | Kurzbeschreibung | Berufsbezug/Sozialisation | Ziel | Quelle |
| Blitzlicht | Jede/r hat
2 Minuten Zeit um zu sagen, was ihn beeindruckt oder zum Weiterdenken veranlasst
hat und welche Fragen offen geblieben sind.
Variation: auf Zetteln notieren lassen |
Alle Teilnehmer kommen zu Wort | II, D1 | |
| Feedback | … mit Satzanfängen
Beispiele:
|
Strukturierte Rückmeldung der TN entlang von Leitsätzen; alle TN bekommen Gelegenheit zur Kommentierung; gemeinsame Endauswertung | II, D2 | |
… mit Rückmeldebogen
|
Differenzierte Rückmeldung der TN entlang von Leitfragen, individuelle Auswertung | II, D3 | ||
| Galeriemethode | Lernplakate, Mind-Maps oder andere Ergebnisse werden an der Wand aufgehängt und von den TN begutachtet, die sich Notizen machen und ihre Wahrnehmungen anschließend schildern | Lernergebnisse werden in ihrer Vielfalt in Darstellung und Inhalt in der Gruppe wahrgenommen und gewürdigt. | X, S. 29 | |
| Kleingruppenarbeit | TN schreiben in Stichworten auf, was in der Veranstaltung für sie bedeutsam war. In Dreiergruppen tauschen sie sich über gemeinsame Interessen aus und erörtern mögliche Konsequenzen, z.B. Handlungsvorschläge. Die Ergebnisse werden im Plenum vorgestellt, konkrete weitere Schritte können vereinbart werden. | Zusammenfassung wesentlicher persönlich bedeutsamer Impulse; Anwendungsmöglichkeiten im eigenen Umfeld ergründen; Besprechung des weiteren Vorgehens | II, D5 | |
| Quadranten bilden (s.o.) | Zur Auswertung
/Zwischenbilanz einer Veranstaltung:
|
|||
| Stafettenpräsentation | Die erste Arbeitsgruppe präsentiert ihr Ergebnis. Arbeitsgruppe 2 geht zuerst kurz auf das Ergebnis der Gruppe 1 ein (was hat beeindruckt, was ist besonders gelungen, hat die Gruppe andere Schwerpunkte gesetzt...),erst dann wird die eige-ne Lösung präsentiert. Usw. Gruppe Eins geht zum Schluß auf die Ergebnisse der ersten Gruppe ein. | Die Präsentation von Arbeitsergebnisse gehört zu den beruflichen Schlüsselqualifikationen | Die Ergebnisse bleiben nicht ohne Resonanz, ohne dass sich die Gesamtgruppe am Feedback beteiligt. So wird jede Gruppe einmal in die Pflicht genommen zu kritisieren und lernt die Kritik der anderen TN anzunehmen. | X, S. 29 |
| Stellung beziehen | Kreuz auf
dem Boden installieren (mit Tesakrepp, Faden oder Kreide).
|
II, D4 |
Verantwortlich: Barbara Toepfer E-Mail